Wohnung im Neubau in Polen kaufen 2026: Preise in Warschau, Krakau, Breslau, Danzig und Posen

· David Lis, M.Sc., Immobilienmakler (IHK)

Marktanalyse · Neubauwohnungen in Warschau, Danzig, Krakau, Breslau und Posen · Lesezeit ca. 12 Minuten · Datenstand Januar 2026

Kurz gesagtDie Wohnungspreise in Polen 2026 liegen im Neubau zwischen ca. 3.180 €/m² in Posen und ca. 4.349 €/m² in Warschau (Angebotspreise Erstmarkt, Stand Januar 2026, 1 € = 4,25 PLN). Danzig kostet ca. 4.175 €/m², Krakau ca. 3.924 €/m², Breslau ca. 3.493 €/m². Zwischen Warschau und Posen liegen damit über 1.100 € pro Quadratmeter. Für Langzeitvermieter sind aus meiner Sicht Breslau und Posen die interessanteren Einstiege: niedrigere Preise bei einer Wirtschaft, die mit den teuren Städten mithält.

Wer sich heute ernsthaft fragt, ob sich der Kauf einer Neubauwohnung in Polen noch lohnt – und wenn ja, wo genau –, der verdient eine ehrliche Antwort statt Hochglanz. Ich begleite seit 2018 als lizenzierter Makler Käufer auf diesem Markt. Ich habe Preisrallyes erlebt und Phasen, in denen sich wochenlang nichts bewegt hat. Und ich sage Ihnen: Der polnische Immobilienmarkt ist 2026 interessanter denn je – aber nur, wenn man genau hinschaut.

Die meisten deutschen Käufer kennen Warschau, Krakau und Danzig. Breslau und Posen sind für viele ein weißer Fleck. Das ist aus meiner Sicht ein Fehler, und die Zahlen in diesem Beitrag zeigen, warum.

Ich zeige Ihnen die aktuellen Kaufpreise für Neubauwohnungen in den fünf größten Städten Polens, erkläre, was hinter den Zahlen steckt – und wo nach meiner Marktbeobachtung heute noch Potenzial für langfristige Vermietungsinvestoren liegt.

01

Wohnungspreise in Polen 2026: Was kosten Neubauwohnungen in den fünf größten Städten?

Bevor wir in die Details gehen, lohnt ein Blick auf die Gesamtlandschaft. Der polnische Neubaumarkt zeigt im Januar 2026 ein klares Bild: Die Spreizung zwischen der günstigsten und der teuersten Stadt ist erheblich – und genau das müssen Investoren verstehen.

4.349 €Warschau
Ø je m²
4.175 €Danzig
Ø je m²
3.924 €Krakau
Ø je m²
3.493 €Breslau
Ø je m²
3.180 €Posen
Ø je m²

Alle Preise beziehen sich auf Neubauwohnungen (Erstmarkt) und wurden im Januar 2026 erhoben, umgerechnet mit 1 € = 4,25 PLN.

Datenbasis: Die Preise stammen aus dem amtlichen polnischen Preisdashboard für den Erstmarkt (rynek pierwotny), Stand Januar 2026, und zeigen durchschnittliche Angebotspreise je Quadratmeter. Lage, Stockwerk und Ausstattung können die tatsächlichen Preise nach oben oder unten verschieben.

02

Warschau – Polens teuerste Adresse

Warschau (Warszawa)
ca. 4.349 €/m²18.486 PLN/m² · Erstmarkt, Januar 2026

Neubaupreise nach Wohnungsgröße:

unter 40 m²ca. 4.204 €17.865 PLN/m²
40–59 m²ca. 3.878 €16.479 PLN/m²
60–89 m²ca. 3.691 €15.690 PLN/m²
über 90 m²ca. 4.454 €18.928 PLN/m²

Prestige hat seinen Preis – und der ist hier sehr hoch

Warschau ist und bleibt die teuerste Adresse auf dem polnischen Immobilienmarkt. Mit einem Durchschnittspreis von 18.486 PLN/m², also rund 4.349 €/m², hat die Hauptstadt die anderen polnischen Städte längst abgehängt. Wer heute in eine 60-Quadratmeter-Neubauwohnung in Warschau investiert, landet schnell bei einem Gesamtvolumen von deutlich über 200.000 Euro.

Die Preiskurve der letzten zwei Jahre erzählt dabei eine besondere Geschichte: Der Sekundärmarkt liegt seit Mitte 2024 spürbar über dem Neubaumarkt – ein seltenes Phänomen, das zeigt, wie stark der Nachfragedruck in der Hauptstadt ist. Gleichzeitig hat sich der Erstmarkt seit Anfang 2025 etwas beruhigt.

Warschau ist der Markt der Profis. Wer nicht genau weiß, was er kauft, zahlt für den Namen mit – und nicht für die Rendite.

Für Langzeitvermieter bedeutet das: Die Einstiegsinvestition ist hoch, die Mieten sind in absoluten Zahlen solide, aber das Preis-Miet-Verhältnis ist in Warschau deutlich ungünstiger als in kleineren Städten. Wer auf Cashflow optimieren will, wird anderswo fündiger.

Für Investoren: Das Neubauangebot in Warschau ist groß, aber bei Einstiegspreisen ab 4.000 €/m² ist eine Bruttomietrendite über 5 % schwer zu erreichen. Rechnen Sie sehr genau, bevor Sie sich festlegen.

03

Danzig – Ostsee mit sehr hohem Preisniveau

Danzig (Gdańsk)
ca. 4.175 €/m²17.742 PLN/m² · Erstmarkt, Januar 2026

Neubaupreise nach Wohnungsgröße:

unter 40 m²ca. 4.180 €17.764 PLN/m²
40–59 m²ca. 3.796 €16.134 PLN/m²
60–89 m²ca. 3.607 €15.331 PLN/m²
über 90 m²ca. 4.813 €20.453 PLN/m²

Eine Stadt, die sich verändert hat – und das im Preis zeigt

Danzig war lange das gut gehütete Geheimnis unter den polnischen Großstädten. Wer hier vor fünf oder sechs Jahren gekauft hat, konnte sich über ordentliche Wertsteigerungen freuen. 2026 ist Danzig mit 17.742 PLN/m² (ca. 4.175 €/m²) zur zweitteuersten Stadt Polens aufgestiegen.

Besonders auffällig: Große Wohnungen über 90 m² kosten in Danzig mit 20.453 PLN/m² (ca. 4.813 €/m²) sogar mehr als in Warschau. Das ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer starken Premium-Nachfrage durch wohlhabende Käufer, die Meerblick und Lebensstil suchen. Für den Investor, der auf stabile Dauervermietung setzt, hilft das wenig.

Der Preisanstieg der letzten zwei Jahre verlief in Danzig nahezu linear – auf dem Erst- wie auf dem Zweitmarkt. Das ist einerseits ein Zeichen von Stärke, andererseits ein Warnsignal: Die Lücke zwischen Preisen und lokalen Löhnen wächst, was mittelfristig die Mietrenditen unter Druck setzen kann.

Saisonalität und Leerstandsrisiko: Danzig ist eine ausgeprägte Tourismusstadt. Kurzfristige Ferienvermietung klingt lukrativ, aber die Regeln für Kurzzeitvermietung in Polen ziehen an. Für Langzeitvermietung ist Danzig geeignet – der Einstiegspreis schmälert aber die Nettorendite erheblich.

04

Krakau – Tourismusmagnet mit stabilen, hohen Preisen

Krakau (Kraków)
ca. 3.924 €/m²16.674 PLN/m² · Erstmarkt, Januar 2026

Neubaupreise nach Wohnungsgröße:

unter 40 m²ca. 4.114 €17.484 PLN/m²
40–59 m²ca. 3.815 €16.213 PLN/m²
60–89 m²ca. 3.567 €15.162 PLN/m²
über 90 m²ca. 3.760 €15.981 PLN/m²

Der Charme hat seinen Preis – und der ist gestiegen

Krakau ist schön. Die Altstadt, der Wawel, die Kulturszene, Millionen Touristen im Jahr – das zieht Käufer aus aller Welt an. Mit einem Durchschnittspreis von 16.674 PLN/m² (ca. 3.924 €/m²) ist Krakau 2026 die drittteuerste Stadt Polens.

Was auf den ersten Blick günstiger wirkt als Warschau und Danzig, relativiert sich beim Blick auf die Preisentwicklung: Nach einem Jahr mit Ausschlägen nach oben und unten zeigt der Markt seit Mitte 2025 wieder nach oben. Kleine Wohnungen unter 40 m² kosten bereits über 17.000 PLN/m² – ein Niveau, das vor wenigen Jahren undenkbar war.

Was mir in Krakau auffällt: Das Preisgefälle zwischen kleinen Apartments unter 40 m² und großen Wohnungen über 90 m² ist sehr gering. Das spricht dafür, dass auch größere Wohnungen gefragt sind, also für eine breite Mieternachfrage. Bei Einstiegspreisen von 3.900 bis 4.100 €/m² sollte die Renditekalkulation trotzdem konservativ ausfallen.

Marktkontext Krakau: Krakau ist eine der führenden IT- und BPO-Städte Polens mit einer jungen, gut verdienenden Bevölkerung. Das stabilisiert die Mietnachfrage langfristig – die Preise liegen aber bereits auf einem Niveau, das sorgfältige Planung verlangt.

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05

Breslau – das unterschätzte Kraftzentrum mit Aufwärtspotenzial

Empfehlung für Investoren
Breslau (Wrocław)
ca. 3.493 €/m²14.844 PLN/m² · Erstmarkt, Januar 2026

Neubaupreise nach Wohnungsgröße:

unter 40 m²ca. 3.724 €15.824 PLN/m²
40–59 m²ca. 3.244 €13.785 PLN/m²
60–89 m²ca. 3.034 €12.895 PLN/m²
über 90 m²ca. 3.300 €14.023 PLN/m²

Warum Breslau 2026 der klügere Einstieg sein kann

Hier wird es interessant. Breslau – die viertgrößte Stadt Polens und das wirtschaftliche Zentrum Niederschlesiens – liegt mit 14.844 PLN/m² (ca. 3.493 €/m²) rund 20 % unter dem Preisniveau Danzigs und 24 % unter Warschau. Das ist keine Schwäche, das ist eine Gelegenheit.

Breslau hat in den letzten Jahren enorme wirtschaftliche Dynamik entwickelt: Die Stadt ist Standort großer internationaler Konzerne im IT-, Automotive- und Dienstleistungssektor. Die Universität Breslau, die Technische Hochschule und mehrere weitere Hochschulen sorgen Jahr für Jahr für neue Nachfrage nach gut gelegenen Mietwohnungen. Die Bevölkerung wächst, die Kaufkraft steigt.

Breslau ist 2026 das, was Krakau vor zehn Jahren war: eine Stadt kurz vor dem nächsten Preisniveau – mit allen fundamentalen Stärken, aber noch ohne den vollen Preisaufschlag.

Die Preisentwicklung zeigt die Richtung

Blickt man auf die Kurve der letzten 24 Monate, zeigt sich in Breslau ein charakteristisches Muster: Der Neubaumarkt hat sich nach einer Konsolidierungsphase 2024 seit Anfang 2025 stabilisiert und zeigt seither einen klar positiven Trend. Der Erstmarkt läuft inzwischen parallel zum Gesamtmarktdurchschnitt – das deutet auf eine gesunde Marktstruktur hin.

Was mich besonders interessiert: Das Preisgefälle zwischen kleinen Wohnungen unter 40 m² und mittelgroßen Wohnungen von 40 bis 89 m² ist in Breslau deutlich ausgeprägter als in Warschau oder Danzig. Zwei- und Dreizimmerwohnungen um 60 m² kosten weniger als 13.000 PLN/m² (ca. 3.059 €/m²) – und genau diese Wohnungen lassen sich an gut verdienende Mieter aus dem Tech- und Corporate-Sektor vermieten. Welche Stadtteile dafür infrage kommen, steht in meiner Analyse Mietpreise in Breslau nach Stadtteilen.

Rechenbeispiel Breslau: Bei einem Einstiegspreis von rund 3.000 bis 3.500 €/m² für eine 60- bis 75-m²-Neubauwohnung und aktuellen Mieten zwischen 50 und 65 PLN/m² im Bestand ist eine Bruttomietrendite von 4,5 bis 5,5 % deutlich realistischer als in den teureren Städten. Das macht Breslau für Langzeitvermieter attraktiv.

06

Posen – der stille Gewinner für Langzeitinvestoren

Empfehlung für Investoren
Posen (Poznań)
ca. 3.180 €/m²13.516 PLN/m² · Erstmarkt, Januar 2026

Neubaupreise nach Wohnungsgröße:

unter 40 m²ca. 3.384 €14.381 PLN/m²
40–59 m²ca. 3.123 €13.272 PLN/m²
60–89 m²ca. 3.088 €13.124 PLN/m²
über 90 m²ca. 3.813 €16.206 PLN/m²

Starke Wirtschaft, vernünftige Preise – und ein Trend nach oben

Posen ist für viele deutsche Investoren ein weißer Fleck auf der Karte. Das wird sich ändern, und wer diesen Beitrag liest, kann das als frühen Hinweis nehmen. Mit 13.516 PLN/m² (ca. 3.180 €/m²) ist Posen die günstigste der fünf betrachteten Städte – das sollte aber niemanden an der Qualität des Marktes zweifeln lassen.

Posen ist die fünftgrößte Stadt Polens, eine der wirtschaftsstärksten Großstädte des Landes und verkehrlich ideal gelegen: Die Autobahn A2 verbindet die Stadt direkt mit Berlin und Warschau. Die Arbeitslosenquote gehört zu den niedrigsten Polens, Unternehmen wie Volkswagen, Amazon und zahlreiche Logistik- und IT-Firmen sind vor Ort.

Der Preistrend ist der wichtigste Hinweis

Was mich in Posen 2026 aufhorchen lässt, ist die Dynamik der Preisentwicklung: Seit Anfang 2025 zeigt die Kurve – vor allem im Neubau – eine klare, nahezu lineare Aufwärtsbewegung. Der Markt holt auf. Noch liegen die Preise deutlich unter Breslau oder gar Krakau. Aber die Schere schließt sich.

ca. 27 %günstiger als Warschau
ca. 24 %günstiger als Danzig
ca. 9 %günstiger als Breslau

Ein zweiter Punkt: In Posen ist das Preisgefälle zwischen kleinen und mittelgroßen Wohnungen besonders gering – Wohnungen zwischen 40 und 90 m² kosten rund 13.100 bis 13.300 PLN/m², also fast identisch. Das spricht für eine stabile Nachfrage quer durch alle Wohnungsgrößen – gut für Investoren, die ihr Risiko streuen wollen. Wie die Mieten in den Stadtteilen aussehen, habe ich hier aufgeschrieben: Mietpreise in Poznań.

Rechenbeispiel Posen: Eine 65-m²-Neubauwohnung in guter Posener Lage kostet heute rund 195.000 bis 220.000 €. Bei realistischen Nettomieten von 700 bis 850 € im Monat ergibt sich eine Bruttomietrendite von 4,8 bis 5,5 % – in einem Markt, der weiter wächst. Für deutsche Investoren ist das eine der attraktivsten Einstiegsmöglichkeiten in Mitteleuropa.

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07

Der direkte Vergleich: Neubauwohnungspreise in Polen nach Stadt und Größe

Hier alle Daten kompakt – die vollständige Preistabelle für Neubauwohnungen in den fünf größten polnischen Städten, Stand Januar 2026, umgerechnet in Euro (1 € = 4,25 PLN):

Neubaupreise je m² nach Stadt und Wohnungsgröße Erstmarkt, Angebotspreise, Januar 2026
StadtØ gesamtunter 40 m²40–59 m²60–89 m²über 90 m²
Warschau4.349 €4.204 €3.878 €3.691 €4.454 €
Danzig4.175 €4.180 €3.796 €3.607 €4.813 €
Krakau3.924 €4.114 €3.815 €3.567 €3.760 €
Breslau3.493 €3.724 €3.244 €3.034 €3.300 €
Posen3.180 €3.384 €3.123 €3.088 €3.813 €
Alle Werte je Quadratmeter, Erstmarkt (Neubau), durchschnittliche Angebotspreise, Januar 2026, gerundet, 1 € = 4,25 PLN. Hervorgehoben: die aus meiner Sicht interessanteren Einstiege.
Was die Tabelle wirklich zeigt: Die Preisdifferenz zwischen Warschau und Posen beträgt über 1.100 € pro Quadratmeter. Bei einer 65-m²-Wohnung sind das rund 73.000 € – Geld, das als Eigenkapital für eine zweite Einheit dienen kann.

Welche Fehler Käufer bei der Stadtwahl und beim ersten Objekt typischerweise machen, habe ich hier gesammelt: Die häufigsten Denkfehler beim Immobilienkauf in Polen.

FAQ

Häufige Fragen zu Wohnungspreisen in Polen 2026

Was kostet eine Neubauwohnung in Polen 2026 pro Quadratmeter?

Im Januar 2026 lagen die durchschnittlichen Angebotspreise im Neubau bei ca. 4.349 €/m² in Warschau, 4.175 €/m² in Danzig, 3.924 €/m² in Krakau, 3.493 €/m² in Breslau und 3.180 €/m² in Posen (Erstmarkt, 1 € = 4,25 PLN). Lage, Stockwerk und Ausstattung verschieben den Preis im Einzelfall deutlich.

Welche polnische Großstadt ist für Neubau am günstigsten?

Posen. Mit ca. 3.180 €/m² (13.516 PLN/m²) ist Posen im Januar 2026 die günstigste der fünf größten Städte – rund 27 % unter Warschau und 9 % unter Breslau. Die Wirtschaft ist mit Volkswagen, Amazon und vielen Logistik- und IT-Firmen stark, die Autobahn A2 verbindet die Stadt direkt mit Berlin.

Wie viel kostet eine 65-m²-Neubauwohnung in Posen?

In guter Lage rund 195.000 bis 220.000 €. Bei realistischen Nettomieten von 700 bis 850 € im Monat ergibt sich eine Bruttomietrendite von 4,8 bis 5,5 %. Die gleiche Wohnung kostet in Warschau bei über 1.100 € mehr je Quadratmeter rund 73.000 € mehr.

Warum ist Danzig für Investoren schwieriger als Breslau?

Weil der Einstiegspreis die Rendite drückt. Danzig liegt im Neubau bei ca. 4.175 €/m², große Wohnungen über 90 m² sogar bei ca. 4.813 €/m² – mehr als in Warschau. Dazu kommen Saisonalität und strengere Regeln für Kurzzeitvermietung. Breslau kostet rund 20 % weniger und hat eine breite Mieternachfrage aus IT und Industrie.

Welche Bruttomietrendite ist in Breslau und Posen realistisch?

In Breslau bei Einstiegspreisen von 3.000 bis 3.500 €/m² und Bestandsmieten von 50 bis 65 PLN/m² etwa 4,5 bis 5,5 %, in Posen 4,8 bis 5,5 %. Das sind Orientierungswerte vor Nebenkosten und Steuern. In Warschau, Danzig und Krakau ist eine Rendite über 5 % bei Neubau deutlich schwerer zu erreichen.

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Fazit: Wo lohnt sich der Kauf einer Neubauwohnung in Polen 2026?

Ich sage es direkt: Nicht jede bekannte Stadt ist die klügste Investitionsentscheidung. Warschau (ca. 4.349 €/m²), Danzig (ca. 4.175 €/m²) und Krakau (ca. 3.924 €/m²) sind starke Märkte mit Substanz – aber ihr Preisniveau macht renditestarke Langzeitvermietung für Einsteiger deutlich schwieriger.

Wer 2026 einsteigen will, sollte diese Punkte kennen:

  • Breslau bietet als viertgrößte Stadt Polens ein günstiges Preis-Rendite-Verhältnis, eine wachsende Wirtschaft und Einstiegspreise um 3.000 bis 3.500 €/m².
  • Posen ist mit ca. 3.180 €/m² der günstigste der fünf Märkte und zeigt seit Anfang 2025 den stärksten Aufwärtstrend.
  • Die Preisschere zwischen den Spitzenstädten und Breslau/Posen – über 1.100 €/m² zwischen Warschau und Posen – bedeutet mehr Einheiten für das gleiche Kapital.
  • Für Langzeitvermietung gilt: Kaufen Sie dort, wo gut verdienende Mieter langfristig leben wollen – nicht dort, wo Touristen Selfies machen.

Polen 2026 ist kein Markt mehr für schnelle Gewinne, aber ein solider Markt für langfristig denkende Investoren. Und in diesem Markt sind Breslau und Posen aus meiner Sicht gerade die interessantesten Kapitel.

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Der Beitrag dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Preise: amtliches Preisdashboard Erstmarkt, Stand Januar 2026; Euro-Beträge gerundet; Renditeangaben sind Orientierungswerte.

David Lis, M.Sc. · Immobilienmakler (IHK) und lizenzierter Makler in Polen (Nr. 22594 F PPRN) · david.lis@immobilie-polen.de · +49 178 32 32 225

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Immobilienmakler (IHK) · seit 2018 lizenzierter Makler in Polen (Nr. 22594 F PPRN) · zitiert von dpa, Handelsblatt, FOCUS, MDR und rbb