Allgemein

Notargebühren in Polen beim Immobilienkauf

Burdun Iliya/Shutterstock.com

23.01.2019 – 12:19 Uhr, geschrieben von David Lis

Spätestens wer seine Immobilie in Polen fest entschlossen für den Erwerb ausgesucht hat, stellt sich die Frage: „Wie hoch sind die polnischen Notargebühren und Nebenkosten dieser Immobilie?“ 

Die Notarkosten beim Immobilienkauf zählen zu den sogenannten Kaufnebenkosten. Ähnlich wie in Deutschland gibt es in Polen eine feste Gebührenordnung für Notare, welche sich an dem Wert des Gegenstandes orientiert. 

Eigentumsübertragung einer Immobilie in Polen mit Notar

Jegliche Verträge über die Eigentumsübertragung von Immobilien müssen in Polen notariell beurkundet werden, damit sie rechtskräftig sind. Die Notare sind unparteiisch und können die Grundbucheintragung beantragen. Bedenken Sie dabei, dass Notare in Polen den „rechtlichen Zustand“ Ihrer Immobilie grundsätzlich nicht prüfen oder verifizieren. Denn vor dem Kauf einer Immobilie ist es zwingend ratsam neben dem Grundbuch zahlreiche Dokumente zu überprüfen. Eigentumsübertragungen von Immobilien, die nicht in notarieller Form abgeschlossen wurden, sind in Polen ungültig. Anders als in Deutschland wird grundsätzlich mit dem unterschriebenen Kaufvertrag beim Notar sofort der Eigentumserwerb vollzogen. Die Eintragung in das Grundbuch hat in Polen lediglich einen deklaratorischen Charakter.

An welchen Ort beurkundet der Notar die Immobilie?

In Polen bestellt in der Regel der Käufer den Notar, weil er ihn auch bezahlt. Die notarielle Beurkundung einer Immobilie in Polen muss nicht zwingend in den Geschäftsräumen des Notars stattfinden. Es gibt keine aktuelle Verpflichtung darüber, dass die Beurkundung am Standort (z. B. in der gleichen Stadt) der Immobilie stattfinden muss. Theoretisch könnte die notarielle Beurkundung einer sich in Breslau befindlichen Immobilie auch in Warschau vollzogen werden (aus welchen Gründen auch immer). Manchmal kommt es vor, dass Käufer und Verkäufer die notarielle Beurkundung einer Immobilie in den Geschäftsräumen einer Bank durchführen möchten. Hierbei erhält der polnische Notar laut der Gebührenverordnung für Tätigkeiten außerhalb des Notariats zwischen 50 bis 100 PLN für jede angefangene Stunde des Verlassens seines Büros bis zur Rückkehr. Aus formalen Gründen muss ein vereidigter Dolmetscher beim Notartermin teilnehmen, da die Beurkundung in polnischer Sprache erfolgt. Es reicht leider nicht, wenn beim Notar eine zweisprachige Person anwesend ist. Die Kosten für einen vereidigten Dolmetscher liegen erfahrungsgemäß ab 150 PLN pro h.

Kaufnebenkosten Polen: Notargebühren (netto) 2019
GegenstandswertFixer Anteil zuzüglich variabler Anteil
bis 3.000 PLN100 PLN-
bis 10.000 PLN100 PLNzuzüglich 3 % vom Wert über 3.000 PLN
bis 30.000 PLN310 PLNzuzüglich 2 % vom Wert über 10.000 PLN
bis 60.000 PLN710 PLNzuzüglich 1 % vom Wert über 30.000 PLN
bis 1.000.000 PLN1.010 PLNzuzüglich 0,4 % vom Wert über 60.000 PLN
bis 2.000.000 PLN4.770 PLNzuzüglich 0,2 % vom Wert über 1.000.000 PLN
ab 2.000.000 PLN6.770 PLNzuzüglich 0,25 % vom Wert über 2.000.000 PLN*
* insgesamt max. 10.000 PLN
Quelle: prawo.sejm.gov.pl/Eigene Darstellung.

Notargebühren beim Immobilienkauf in Polen – Berechnungsbeispiel

Zum besseren Verständnis veranschaulichen wir Ihnen unter Berücksichtigung der polnischen Gebührenverordnung ein fiktives Berechnungsbeispiel.

Der Kaufpreis ohne Fremdfinanzierung für eine Immobilie in Polen soll 1.000.000 PLN betragen (umgerechnet ca. 250.000 EUR). Bei dieser Summe erhält der Notar in Polen laut der Gebührenverordnung höchstens einen fixen Anteil von 1.010 PLN zuzüglich variablem Anteil von 3.760 PLN (0,4 % vom Differenzbetrag 940.000 PLN). Den Notargebühren muss noch die polnische Mehrwertsteuer (VAT) von aktuell 23 % hinzugerechnet werden. In Summe bezahlt der Käufer insgesamt 5.867,10 PLN für den Notar beim Erwerb seiner Immobilie. Zusätzlich fallen noch Kosten für den Eintrag in das Grundbuch an. Diese belaufen sich auf eine Höhe von 200 PLN. Unterm Strich betragen die Notar- und Grundbuchkosten beim Kauf einer Immobilie in Polen für eine Mio. Zloty ohne Fremdfinanzierung in diesem Berechnungsbeispiel umgerechnet ca. 1.466 EUR. 

Selbst, wenn zum Beispiel eine Wohnung (Bestandsimmobilie ohne Fremdfinanzierung) für 5 Mio. PLN erworben wird, so betragen die Notargebühren laut der Verordnung einschließlich Grundbuchkosten gerademal höchstens 12.500 PLN (ca. 3.100 EUR) / 0,25 % vom Kaufpreis.

Vergleich: Notargebühren und Grundbuchkosten in Deutschland: Beim Erwerb einer Immobilie zum Kaufpreis von 250.000 EUR belaufen sich die Notarkosten und Grundbucheintrag auf insgesamt 5.000 EUR (Quelle: Immobilienscout24.de).

Was gibt es sonst beim Notar in Polen zu beachten?

In Polen gibt es anstatt der Grunderwerbssteuer eine sogenannte Steuer auf zivilrechtliche Handlungen (Podatek od czynnosci cywilno prawnych). Neben den Notargebühren muss der Käufer einer Immobilie in Polen diese in Höhe von 2 % vom Kaufpreis an den Notar vor Ort entrichten. Der polnische Notar leitet diesen Betrag an die Behörden weiter. Diese Steuer fällt beim Kauf einer Bestandsimmobilie an. Weitere Nebenkosten, die vom Käufer zu bezahlen sind, können zum Beispiel Gebühren für die Einrichtung eines Grund- und Hypothekenregisters oder Gebühren für Einträge von Eigentumsrechten in das Grundbuch sein. Für die Erstellung eines Auszuges aus der notariellen Urkunde oder aus einem anderen Dokument beträgt der Höchstsatz 6 PLN für jede angefangene Seite.

Nützlicher Tipp

Um eine Immobilie vor anderen potenziellen Interessenten beim Verkäufer abzusichern, ist ein notarieller Vorvertrag empfehlenswert. Es lohnt sich unter Umständen den Vor- und Hauptkaufvertrag beim gleichen Notar zu beurkunden, weil dadurch die Notargebühren insgesamt geringer ausfallen können (Verhandlungssache).


Wir haben für Sie Informationen zu Notar- und Grundbuchkosten zusammengetragen. Diese Informationen können aber eine Rechtsberatung nicht ersetzen. Um eine rechtlich abgesicherte Einschätzung zu erhalten, wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens. Alle Angaben sind ohne Gewähr von Richtigkeit und Vollständigkeit. 

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Immobilien in Polen kaufen ohne Immobilienmakler – Mehr Vor- oder Nachteile?

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02.07.2018 – 15:20 Uhr, geschrieben von David Lis

Sie spielen mit den Gedanken eine Immobilie in Polen zu kaufen? Selbstverständlich ist es jedem selbst überlassen, ob der Erwerb bzw. Verkauf mit oder ohne Unterstützung eines Immobilienmaklers getätigt werden soll. Allerdings müssen sich deutsche Käufer und Verkäufer bei einem „Alleingang“ über einige mögliche Risiken und Besonderheiten im Klaren sein. Vor allem bei ausländischen Immobilien – unabhängig davon, ob in Frankreich, Spanien oder Polen. Hier gelten oftmals andere Spielregeln, die bei Nichtbeachtung den Immobilienkauf oder -verkauf nur verzögern und womöglich in Gefahr bringen. 

Die Kommunikation ist das A und O, wenn es darum geht, Immobilien in Polen zu kaufen

Eine Sprachbarriere kann ganz schnell zum Problem werden, so dass Missverständnisse während der Transaktion aufkommen. Selbstverständlich können sich Beteiligte beim Erwerb in Englisch verständigen, aber ist es bei einer so großen Investition nicht angenehmer und sicherer, in der eigenen Muttersprache beraten und verstanden zu werden?

Alles müssen Sie selbst erledigen – und das kann viel sein!

  • Ihnen fehlt ein Ansprechpartner „auf Abruf“, an den Sie sich jederzeit mit Ihrem Anliegen und anfallenden Fragen wenden können.
  • Sie müssen sich in verschiedene Themen hineinarbeiten, um eventuell den polnischen Immobilienmarkt näher kennenzulernen. Was sind die Marktrends? Wie sind die Prognosen? Welche Lage hat Potential? Gibt es Besonderheiten im Grundbuch? und und und…. Insgesamt kann eine mangelnde Informationsbasis dazu führen, dass Käufer die „Katze im Sack“ kaufen (wer will das schon?!).
  • Ein gutes Netzwerk aufzubauen kann Monate oder Jahre dauern. Im Alleingang müssen Sie sich Ihr eigenes Netzwerk rund um Ihre Immobilie aufbauen. Schlussendlich müssen Sie unter Umständen lange Suchen, Vergleichen und hin- und her telefonieren. Ein Immobilienmakler hat in der Regel ein bereits bestehendes Netzwerk.

Sprache ist „kein Problem“? FALSCH!

  • Wenn Sie nicht über ausreichende Polnisch-Kenntnisse verfügen, sind Sie unter Umständen während der gesamten Immobilientransaktion an Dritte Personen (kostenpflichtiger Dolmetscher usw.) angewiesen.
  • Um Missverständnisse zu vermeiden, benötigen Sie jemanden, der vor allem einwandfreies Deutsch spricht und versteht. Gerade wenn es sich um spezielle Themen und Fachbegriffe wie die aus der Immobilienwirtschaft handelt, darf es zu keinen sprachlichen Missverständnissen kommen!
  • Alle Antworten auf Ihre Fragen, wenn es darum geht Immobilien in Polen zu kaufen müssen Sie eigenständig recherchieren und sich eventuell bei fehlender Sprachkenntnis übersetzen lassen.

Wissen Sie welche Dokumente wichtig sind?

  • Informationen stellen für jede Art von Investitionsentscheidung eine wichtige Grundlage dar. Beim Erwerb einer Immobilie in Polen müssen Sie alle relevanten Dokumente selbst beschaffen, analysieren und auf Richtigkeit verifizieren. Wissen Sie, was zu beschaffen ist und trauen Sie sich das zu?

Immobilien in Polen kaufen ist kein tägliches Brot

  • Ein ausländischer Immobilienkauf ist kein tägliches Brot. Im Alleingang besteht das Risiko, dass wichtige Aspekte, die im eigenen Interesse sind, übersehen werden.
  • Neben Sicherheitsaspekten spielt auch die Haftung eine wichtige Rolle. Im Alleingang haften Sie für Ihre Entscheidungen grundsätzlich selbst. Ein Makler hingegen kann unter Umständen für Falschangaben haftbar gemacht werden.  

Wechselkurs – jede Nachkommastelle ist wichtig!

  • Trotz des EU-Beitritts von Polen im Jahr 2004 existiert weiterhin die Hauswährung Zloty (PLN)
  • Immobilienkäufer, die sich nicht im Vorfeld intensiv mit Währungskursthemen auseinandersetzen, verlieren unter Umständen mehrere Tausend EUR durch ungünstigen Währungskurswechsel. 
  • Ein Beispiel über die Auswirkung eines ungünstigen Währungswechsels entnehmen Sie bitte dem FAQ-Bereich bei der Frage Was ist beim Geldwechsel EUR in Zloty (PLN) zu beachten?

Zeitaufwand wird häufig unterschätzt

  • Der Faktor Zeit ist ein wichtiger Punkt, den viele Käufer zu sehr unterschätzen. Bei einer ausländischen Immobilie müssen Sie sich bewusst sein, dass es teilweise Tage, Wochen oder Monate dauern kann, bis Sie Ihre Immobilie in Polen finden oder verkaufen. Stundenlanges Suchen und Vergleichen, Telefonieren, Unterlagen Anfordern, E-Mails Schreiben sind nur ein Teil der vielen Tätigkeiten. Beim Alleingang investieren Sie enorm viele Stunden, müssen stets alles im Blickfeld behalten und die ganze Zeit motiviert am Ball bleiben. Erlauben das Ihre zeitliche Ressourcen und trauen Sie sich das zu?
  • Im Alleingang fehlt Ihnen unter Umständen eine flexible Person, die auf Abruf jederzeit auch für eine mehrtägige Reise nach Polen zwecks Besichtigungen zur Verfügung steht.

Ein paar gut gemeinte Ratschläge, falls Sie sich für einen Immobilienmakler in Polen entscheiden wollen.

Tipp Nr. 1:

Falls Sie einen Immobilienmakler beauftragen, achten Sie darauf, dass dieser sowohl in Deutschland als auch in Polen zertifiziert ist. So ist ein gewisses Maß an geprüftem Wissen vorhanden.

Tipp Nr. 2:

Ein guter Immobilienmakler redet nicht alles schön. Er bespricht auf Wunsch alles und klärt Sie über alle offenen Themen auf.

Tipp Nr. 3:

Um die Kommunikation zu vereinfachen und mögliche Missverständnisse zu vermeiden, ist ein zweisprachiger Immobilienmakler sehr ratsam. Spricht der Immobilienmakler nur eine der beiden Sprachen, so ist er selbst auf Dritte angewiesen, was wiederum den Abstimmungsaufwand erhöht.

Tipp Nr. 4:

Achten Sie darauf, dass Ihr Immobilienmakler seinen Beruf nicht als Nebengewerbe betreibt, da er sonst unter Umständen wegen seines eigentlichen „Hauptjobs“ zeitlich eingeschränkt sein kann!

Tipp Nr. 5:

Auch Immobilienmakler sind Menschen – Fehler können passieren. Achten Sie darauf, dass Ihr Makler eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung besitzt (wofür keine gesetzliche Verpflichtung besteht!).

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Nachfrage nach polnischen Luxusimmobilien

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30.12.2018 – 08:45 Uhr, geschrieben von David Lis

Die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zwingt Vermögende, sich immer wieder nach alternativen Anlagemöglichkeiten umzuschauen, um ihr Vermögen mindestens zu erhalten, das Risiko zu diversifizieren, aber vor allem um dem Kaufkraftverlust entgegenzuwirken. Eine Anlagemöglichkeit können z. B. Premium- oder Luxusimmobilien sein, um von möglichen Wertsteigerungen zu profitieren. Immobilienmakler David Lis zeigt Ihnen einen ersten Einblick in Premium- und Luxusimmobilien in Polen. Es gibt drei gute Gründe, um sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Der polnische Immobilienmarkt im Oberklassensegment kann mindestens mit dem Standard westeuropäischer Immobilien mithalten, ist im internationalen Vergleich preislich attraktiv und soll laut Prognosen in den nächsten Jahren weiterhin wachsen.

 

Ab wann ist die Rede von Luxusimmobilien?

Eine eindeutige Definition des Begriffs Luxusimmobilie gibt es nicht. Zunächst sollte jedoch rein gedanklich eine kurze Begriffsabgrenzung zwischen Premium- und Luxus erfolgen. Denn häufig werden Premium-Immobilien vor dem Hintergrund einer geschickten Vermarktung fälschlicherweise als Luxusimmobilien bezeichnet. Um aber den Status einer Luxusimmobilie zu erlangen, bedarf es mehr als „nur“ einer Designerküche mit Markengeräten in einer mehr oder weniger guten Lage. Selbstverständlich liegen Immobilien im Premium-Segment zwar über den durchschnittlichen Marktpreisen und haben Prestigecharakter, doch der Käufermarkt ist in der Regel viel größer als bei Luxusimmobilien. Genau das ist der Knackpunkt. Die echten luxuriösen Objekte sind nur für eine kleine Minderheit von Käufern zugänglich und übertreffen Premium-Immobilien in Preis, Lage, Ausstattung und Einrichtung im Gebäude.

Wo gibt es in Polen Luxusimmobilien?

Polnische Luxusimmobilien sind besonders in den besten Lagen von großstädtischen Zentren wie WarschauBreslauDanzig und Krakau oder in einigen beliebten Erholungsregionen, unter anderem an der polnischen Ostsee oder in der Hohen Tatra von Zakopane, aufzufinden. Obwohl Immobilien dieser Art für den Durchschnittsbürger sehr hochpreisig sind, gibt es sehr wohl einen Markt dafür. Denn auch der Wohlstand steigt zunehmend in Polen und mit ihm auch die Wohnansprüche der Reichen. Luxusimmobilien in Polen verfügen in der Regel unter anderem über einen Concierge-Service, Rezeption, Spa-Bereich, Fitnesseinrichtung, innovative Techniken und Überwachungssysteme. Ob ein modernes Penthouse auf über 100 Meter Höhe mit Panoramablick auf den Kulturpalast, eine exklusive historische Altbauwohnung aus dem 18. Jahrhundert, ein außergewöhnliches Meerblick-Apartment oder ein bewundernswertes Architektur-Holzhaus in Zakopane  Luxus in Polen trifft fast jeden Geschmack und Anspruch. Liebhaber werden sich bei einer Entscheidung innerhalb der interessanten Auswahl polnischer Luxusimmobilien schwertun.

Marktkennzahlen zu Luxusimmobilien in Polen

Bereits im Jahr 2015 ist der Wert von Luxusimmobilien in Polen um 7% aufgrund eines erhöhten Absatzes gegenüber dem Vorjahr gestiegen. In den größeren Städten Polens sind etwa 1% aller durchgeführten Transaktionen im Wohnbereichssektor auf Luxusimmobilien zurückzuführen. [1]

Alleine im Jahr 2017 haben Bauunternehmen landesweit 4.350 Wohnungen (im Entwicklerzustand) über Transaktionssummen von mind. einer Million Zloty verkauft. Das ist ein Anstieg von 18% gegenüber dem Vorjahr. [2]

Der Wert aller Transaktionen im Premium- und Luxusmarkt erreichte laut Poland Sotheby’s im Jahr 2017 einen Wert von 3,45 Mrd. PLN. Seit 2012 ist der Marktwert in diesem Segment um 36% angestiegen. Der durchschnittliche Kaufpreis für eine Wohnung oder eine Residenz lag im Durchschnitt bei ca. 2 Mio. PLN. Die größten Märkte für Premium- und Luxusimmobilien in Polen befinden sich in den Städten Warschau, „Dreistadt“ (Danzig, Sopot, Gdingen), Breslau, Krakau und Posen. Im Jahr 2016 wurden in diesen Städten insgesamt 1.966 Premium- und Luxusimmobilien zu einem Kaufpreis zwischen 1 und 5 Mio. PLN registriert. Weitere 52 Transaktionen hatten einen Kaufpreis aufwärts von 5 Mio. PLN (Stand 2016). Alleine in Warschau wurden 42% aller Transaktionen im Premium- und Luxussegment verzeichnet. Nach Warschau folgen die „Dreistadt“ mit 9%, Breslau/Krakau jeweils 5% und Posen mit 4%. [3]

Wie teuer sind Premium- und Luxusimmobilien in Polen

 

Immobilien im Premium- oder Luxussegment unterliegen häufig anderen Gesetzen als auf dem durchschnittlichen Immobilienmarkt. Exklusive Immobilien folgen grundsätzlich weniger temporären Preisschwankungen- und sind in der Regel resistenter gegen Krisen. Die größte Herausforderung bei Luxusimmobilien ist eine realistische Objektbewertung, da generell wenig Vergleichsangebote existieren. Jede Immobilie ist ohnehin einzigartig und Luxusimmobilien sind noch außergewöhnlicher hinsichtlich ihrer Lage, Größe und Ausstattung. Der Erwerb solcher Juwelen ist in der Regel eher für Liebhaber geeignet, die nicht nur wegen der Rendite den Kauf tätigen. Selbstverständlich gibt es aber auch Investitionsobjekte und spezielle Hausverwaltungen in Polen, die sich nur um Luxusimmobilien kümmern.

Laut meiner Einschätzung liegen polnische Premium-Wohnungen und Apartments preislich gesehen um das 1,5- bis 2-fache über den durchschnittlichen Marktpreisen. Bei luxuriösen Apartments und Wohnungen müssen Käufer tendenziell mindestens das Dreifache (in Warschau sogar vierfach) des durchschnittlichen Quadratmeters marktüblicher Preise bezahlen.

Eine der höchsten Transaktionen in Polen hat Anfang 2018 in Warschau stattgefunden. Dort hat ein Privatkäufer zwei zusammenliegende Apartments mit einer Gesamtfläche von 470 m² für etwa 4 Mio. EUR in einem denkmalgeschützten, komplettsanierten Altbaugebäude erworben (Foksal 13/15). [1] Der für polnische Verhältnisse rekordverdächtige Quadratmeterpreis betrug bei dieser Transaktion ca. 8.500 EUR. 

Der Quadratmeterpreis von Premium- und Luxusimmobilien für Wohnungen in polnischen Metropolen variiert je nach Standort wie folgt (eigene Recherche: Jahresende/Stand 30. Dez. 2018):

  • Warschau: ca. 46.000 PLN pro m² (ca. 11.000 EUR)
  • Dreistadt (Danzig, Sopot, Gdingen): ca. 26.000 PLN pro m² (ca. 6.100 EUR)
  • Krakau: ca. 20.000 PLN pro m² (ca. 4.700 EUR)
  • Breslau: ca. 18.000 PLN pro m² (ca. 4.200 EUR)
  • Posen: ca. 14.000 PLN pro m² (ca. 3.300 EUR)

Die hier angegebenen Preise dienen lediglich als Orientierung. Es gibt immer Ausnahmen, die preislich noch höher oder geringer liegen können.

Ausblick Premium- und Luxusimmobilien in Polen

Mit zunehmendem Wohlstand der polnischen Gesellschaft steigt auch die Tendenz, Luxusgüter einschließlich Immobilien zu kaufen. In Polen leben 7.377 Personen (Stand 2017) mit einem Vermögen von mindestens 5 Mio. USD. [3] Im gleichen Jahr hatten etwa 23.200 Polen ein Einkommen von über einer Million Zloty. KPMG schätzt, dass der allgemeine Luxusgütermarkt in Polen bis 2023 etwa 39 Mrd. PLN übertreffen soll.[1]

Der Wealth-X Report geht davon aus, dass bis 2022 die Anzahl der Personen in Polen mit einem Vermögen von 50 Mio. USD von 290 sogar auf 440 steigen wird. [3] Das global agierende Beratungsunternehmen KPMG rechnet damit, dass im Jahr 2019 fast 1,3 Millionen wohlhabende und reiche Menschen in Polen leben werden. Um dem Kaufkraftverlust entgegenzuwirken, ist davon auszugehen, dass Vermögende auch weiterhin ihr Kapital in Immobilien investieren werden. Neben der einheimischen Nachfrage nach Premium- und Luxusimmobilien ist allgemein aus dem Ausland ein steigendes Kaufinteresse nach polnischen Immobilien zu beobachten (siehe Blog).

Um von möglichen Wertsteigerungen zu profitieren, ist eine Anlagedauer von mehreren Jahren zu empfehlen. Besonders die beliebten touristischen Metropolen, die ohnehin für internationale Investoren und Unternehmen wichtige Wirtschaftsstandorte sind, gewinnen als Immobilienstandorte zunehmend an Bedeutung.

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Quellen: 

[1] KPMG Polska, 2018/2016/2015

[2] businessinsider.com.pl

[3] Poland Sotheby’s International Realty, 2017

[4] warszawa.naszemiasto.pl

Auswandern nach Polen? Welche Nationen zieht es nach Polen?

Bild: BrAt82/Shutterstock.com

02.11.2018 – 10:45 Uhr, geschrieben von David Lis

Viele Menschen möchten in einem neuen Land neu anfangen und noch mehr träumen davon, diesen Lebensabschnitt überhaupt zu wagen. Manche wandern gar erst nach Polen aus, um als Rentner dort zu leben. Laut dem Statistischen Bundesamt (destatis) wandern jedes Jahr weit über 100.000 Deutsche aus. Aus der Auswanderungsstatistik wird ersichtlich, dass die Hälfte der beliebtesten zehn Zielländer die Nachbarländer Deutschlands sind. Auswandern nach Polen scheint für viele Deutsche Realität geworden zu sein. Polen befindet sich immerhin auf Rang 8 vor Ländern wie Australien, Niederlande oder Italien. [1]

Viele Menschen kennen ihr östliches Nachbarland nicht – hat Polen in Wirklichkeit mehr Potenzial als Einwanderungsland?

Eine durchgeführte Befragung des Deutsch-Polnischen Barometers im Jahr 2018 ist zur Erkenntnis gekommen, dass mehr als zwei Drittel der deutschen Bürger Polen nach 1989 nie besucht haben [2]. Hochgerechnet auf die gesamte deutsche Bevölkerung würde diese Erkenntnis in der Theorie bedeuten, dass ca. 54 Mio. Menschen in den letzten 30 Jahren noch nie einen Fuß in ihr östliches Nachbarland gesetzt haben. Das heutige Polen ist keineswegs mit dem grauen kommunistischen Land aus damaligen Zeiten zu vergleichen.

Bild: Volina/Shutterstock.com (eigene Überarbeitung)

Einwanderer und Touristen in Polen überwiegend aus Deutschland

Trotz der obigen Umfrage verzeichnet Polen dennoch die meisten Touristen und Einwanderer aus Deutschland. Alleine im Tourismus-Rekordjahr 2017 waren 35 % der gesamten 18,3 Mio. ausländischen Besucher deutscher Herkunft (siehe Blog Tourismus in Polen).

Aus Sicht der Polen sind Deutsche hinter der Ukraine die zweitstärkste eingewanderte Bevölkerung im Land. Jeder EU-Ausländer, dessen Aufenthalt länger als drei Monate dauert, hat die Pflicht sich in Polen registrieren zu lassen. Allerdings gehen nicht alle Ausländer dieser Verpflichtung nach.  Laut dem polnischen Hauptstatistikamt hielten sich Anfang 2017 nach offiziellen Meldungen 23.924 Deutsche mit gültigen Papieren in Polen auf. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von immerhin 8,7 %.

Auswandern nach Polen: Stärkster prozentualer Zuwachs aus China und Indien

2017 waren im Land insgesamt 266.218 Ausländer mit gültigen Aufenthaltspapieren registriert (+26 % gegenüber dem Vorjahr). Wie den Daten des polnischen Hauptstatistikamtes zu entnehmen ist, verzeichnet Polen bei den meisten Ländern einen Zuwachs von Einwanderern im zweistelligen Prozentbereich. Auswandern nach Polen möchten besonders die Ukraine. Das polnische Nachbarland stellt dabei die stärkste, legal registrierte, Einwanderungsgruppe dar. [3] Inoffiziel leben und arbeiten allerdings ca. 2-2,5 Mio. Menschen aus der Ukraine in Polen. Viele flüchten aus der Ukraine, um in Polen eine neue Heimat zu suchen (besser bezahlte Arbeit, Studium, Flucht vor Waffenkonflikt). Neben der Ukraine haben zwei Länder außerhalb Europas stärkste prozentuale Zuwächse zu verzeichnen. Es handelt sich dabei um China (+24,1 %) und Indien (+48,4 %). Beide Länder machen zwar in absoluten Zahlen einen kleinen Anteil von Einwanderern aus, zeigen jedoch prozentual gesehen eine überdurchschnittliche Migration nach Polen.

Auswandern nach Polen: Anzahl der registrierten Personen nach Nationalität (Stand 01.01.2017)
RangLandAnteil absolutAnteil in %*Veränderung zum Vorjahr
1Ukraine103.45738,9 %+57,1 %
2Deutschland23.9249,0 %+8,7 %
3Weißrussland11.4284,3 %+2,3 %
4Russland10.5834,0 %+6,1 %
5Wietnam10.2693,9 %+12,5 %
6Italien7.3212,8 %+13,9 %
7China7.0422,6 %+24,1 %
8Frankreich5.7692,2 %+8,9 %
9Großbritanien5.4432,0 %+10,4 %
10Bulgarien5.2802,0 %+8,1 %
11Spanien5.0061,9 %+10,6 %
12Indien4.5461,7 %+48,4 %
13Armenien3.5161,3 %-7,9 %
14Türkei3.2201,2 %+15,5 %
15Rumänien3.1241,2 %+16,6 %
Rest der Welt56.29021,1 %+7,6 %
Gesamt266.218100 %+25,7 %
* bezogen auf die Gesamtsumme der Ausländer
Quelle: polnisches Hauptstatistikamt GUS (eigene Erstellung)

Quellen:

[1] Statistisches Bundesamt (Fortzüge von Deutschen nach Zielländern)

[2] Polnisches Institut für öffentliche Angelegenheiten/Körber- und Konrad-Adenauer-Stiftung

[3] Polnisches Hauptstatistikamt GUS

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Tourismus in Polen – Bald 20 Mio. Touristen jährlich für Urlaub in Polen?

Bild: Gustavo Frazao/Shutterstock.com

23.05.2018 – 13:09 Uhr, geschrieben von David Lis

Sei es ein Sonnenbad an der polnischen Ostsee oder Wandern in der Hohen Tatra – die Polen fahren auf ihr eigenes Land voll ab. Wie sieht es aber mit ausländischen Touristen aus? Aus welchen Ländern kommen Menschen, um in Polen Urlaub zu machen? Schließlich hat Polen zahlreiche Sehenswürdigkeiten anzubieten. Berichten des polnischen Hauptstatistikamtes GUS ist zu entnehmen, dass die Anzahl der ausländischen Touristen, besonders der deutschen, seit einigen Jahren eine steigende Tendenz aufweist und der Tourismus in Polen eine große Rolle spielt.

Tourismus in Polen verzeichnet neues Rekordjahr 2017

Im Jahr 2017 besuchten Polen insgesamt 18,3 Mio. ausländische Touristen. Ein neues Rekordjahr für das Land! Das freut selbstverständlich die zahlreichen Hotels und Vermieter von Apartments. Als Reiseland nährt sich Polen der 20.-Mio.-Grenze. Die polnische Tourismusbranche könnte diese Zahl womöglich im Jahr 2018 oder 2019 knacken. Die meisten Übernachtungen haben in den Städten Warschau, Breslau, Posen und Danzig stattgefunden. Nicht nur in den Sommermonaten blüht der Tourismus in Polen richtig auf. Auch in den schwächer besuchten Monaten wie Januar oder Februar reisen pro Monat etwas über eine Mio. Besucher ins Land.

Aus welchen Ländern kommen Touristen nach Polen?

Wie im Vorjahr 2016 stehen die deutschen Touristen erneut in 2017 mit deutlichem Vorsprung auf dem Siegertreppchen in der Top 10 der Herkunftsnationen. Im gesamten Jahr haben 6,5 Mio. Menschen aus Deutschland ihr östliches Nachbarland besucht. Ein bemerkenswerter Anstieg von immerhin 216 Tausend gegenüber 2016. Schweiz und Österreich verzeichnen zusammen 555.000 Touristen, die in Polen Urlaub gemacht haben.

Starker prozentualer Zuwachs aus China und Irland

Die meisten Touristen kommen aus Deutschland, Ukraine, Russland, Großbritannien, Weißrussland, Litauen, Italien, Frankreich, USA und den Niederlanden. Alle Länder in den Top 10 weisen einen Anstieg zwischen 2,0 und 9,3 % gegenüber dem Vorjahr auf. Den größten prozentualen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr 2016 haben allerdings zwei Länder erzielt, die nicht unter den Top-10-Nationen auftauchen. Es handelt sich neben Russland (Rang 3) um die Länder China (+47,7 %) und Irland (+7,6 %).

Tourismus in Polen: Herkunftsland ausländischer Besucher im Jahr 2017
RangHerkunftslandAnzahl Touristen in Mio.Veränderung ggü. 2016
1Deutschland6,5 Mio.+3,4 %
2Ukraine1,4 Mio.+7,5 %
3Russland0,9 Mio.+9,3 %
4Großbritanien0,9 Mio.+6,8 %
5Weißrussland0,8 Mio.+6,8 %
6Litauen0,7 Mio.+3,0 %
7Italien0,5 Mio.+2,6 %
8Frankreich0,5 Mio.+2,4 %
9USA0,5 Mio.+4,5 %
10Niederlande0,5 Mio.+2,0 %
Quelle: Polnisches Hauptstatistikamt GUS, eigene Darstellung

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Quelle: Polnisches Hauptstatistikamt GUS

Immobilienpreise Polen: Preisvergleich deutsche und polnische Großstadtimmobilien

Bild: antos777/Shutterstock.com

30.11.2018 – 10:45 Uhr, geschrieben von David Lis

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie hoch eigentlich der Preisunterschied zwischen deutschen und polnischen Immobilien ist? Immobilienmakler David Lis hat die durchschnittlichen Immobilienpreise für Wohnimmobilien (Eigentumswohnungen) polnischer und deutscher Großstädte verglichen und interessante Unterscheidungsmerkmale festgestellt. Für den Vergleich der Immobilienpreise wurden einige beliebte polnische und deutsche Großstädte herangezogen. Für Polen sind es die Städte Warschau (Hauptstadt), Breslau, Krakau, Posen, Stettin und Danzig, aus Deutschland wurden die Hauptstadt Berlin, München, Frankfurt am Main, Hamburg, Düsseldorf und Köln berücksichtigt.

Münchner Immobilienpreise: Wohnraum bald unbezahlbar?

Laut dem Immobilienportal Wohnungsboerse.net zahlen Käufer im Durchschnitt je nach Größe zwischen 3.638 EUR (Köln) und 8.212 EUR (München) für einen Quadratmeter (Stand 10-2018) einer Eigentumswohnung. Berlin als Hauptstadt liegt preislich gesehen sogar günstiger als Städte wie München, Frankfurt am Main oder Köln. Besonders die Preise in der bayerischen Landeshauptstadt sind für den Otto Normalverbraucher mittlerweile kaum bezahlbar. Wer beispielsweise in München anstatt in Berlin eine 60 m² Eigentumswohnung kaufen möchte, zahlt dort für den Meter stolze 81% mehr!

Mit Ausnahme von München geht aus den Preisen hervor, dass in Deutschland tendenziell mit steigender Wohnfläche auch ein höherer Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen zu bezahlen ist. Auf der Suche nach einer Eigentumswohnung von 100 m² kann es schon schwierig werden, in einer der sechs Städte etwas unter 4.000 EUR je Quadratmeter zu bekommen.

Der Durchschnittspreis für alle sechs deutschen Großstädte zusammen beträgt  ca. 5.400 EUR je Quadratmeter (Addition aller Durchschnittspreise je Stadt geteilt durch sechs).

Immobilienpreise Deutschland: Preise pro m² beim Kauf einer Wohnung in einer deutschen Großstadt
GrößeMünchenFrankfurt
a. Main
HamburgBerlinDüsseldorfKölnDurchschnitt
nach Größe
30 m²8.218 €5.881 €4.560 €4.780 €4.006 €3.638 €5.181 €
60 m²7.673 €5.761 €4.634 €4.230 €3.779 €3.681 €4.960 €
100 m²8.147 €5.894 €5.220 €5.145 €4.763 €4.131 €5.550 €
Durchschnitt
für Stadt
7.970 €5.891 €5.010 €4.723 €4.766 €4.066 €-
Quelle: wohnungsboerse.net Stand Oktober/November 2018 (eigene Darstellung)

Immobilienpreise Polen: Eine Wohnung in Warschau ist am teuersten 

Für die Analyse wurden die Preise von Eigentumswohnungen (Bestandsimmobilien) aus den Großstädten Warschau, Danzig, Krakau, Breslau, Posen und Stettin herangezogen. Am günstigsten ist der Quadratmeter in Stettin mit 1.221 EUR, am höchsten in Warschau mit 2.483 EUR. Während in Deutschland die Hauptstadt von anderen Städten preislich überboten wird, ist es in Polen genau der umgekehrte Fall. Warschau als Hauptstadt dominiert im polnischen Großstadtvergleich das obere Preissegment. Ob kleines Apartment oder eine größere Wohnung: Will man in Polen eine Wohnung kaufen, überbietet Warschau preislich gesehen jede andere Großstadt dort. Ganz nah auf den Fersen der polnischen Hauptstadt befindet sich bei den Immobilienpreisen die Hansestadt Danzig. Im Durchschnitt zahlen Immobilienkäufer im Vergleich zur Hauptstadt nur 7,1 % weniger für den Quadratmeter.

Immobilienpreise Polen: Preise pro m² beim Kauf einer Wohnung in einer polnischen Großstadt
GrößeWarschauDanzigKrakauBreslauPosenStettinDurchschnitt
nach Größe
bis 38 m²2.483 €2.297 €2.281 €1.919 €1.707 €1.382 €2.012 €
38-60 m²2.255 €2.118 €1.934 €1.655 €1.582 €1.270 €1.802 €
60-90 m²2.192 €2.032 €1.884 €1.544 €1.436 €1.221 €1.718 €
Durchschnitt
für Stadt
2.266 €2.115 €2.003 €1.645 €1.559 €1.263 €-
Quelle: Bankier.pl Stand 10-2018 (eigene Darstellung)
Umrechnungskurs 1 EUR = 4,32 PLN (Stand 26.10.2018)

Kleinere Wohnungen dominieren polnischen Immobilienmarkt

Auf dem polnischen Markt ist erkennbar, dass mit zunehmender Fläche die Preise tendenziell fallen. Die höchsten Immobilienpreise zahlen Käufer in Polen, ähnlich wie in Deutschland, für kleinere Wohnimmobilien. Kleinere Apartments bis 38 m² kosten in den o.g. Städten durchschnittlich 2.012 EUR je Quadratmeter. Allerdings ist hier zu erwähnen, dass kleinere Apartments bei Vermietungen häufig eine bessere Rendite erzielen als größere Eigentumswohnungen. Während in Deutschland jedoch tendenziell mit zunehmender Fläche die Preise steigen, tritt auf dem polnischen Immobilienmarkt genau das Gegenteil auf.

Wieso? Der Immobilienmarkt in Polen wird besonders stark von kleineren 1- bis 2-Zimmer-Wohnungen dominiert. Viele Polen möchten bereits im frühen Alter trotz evtl. beschränktem Budget und einem notwendigen Kredit eine Immobilie für sich erwerben. Im jungen Alter, häufig noch ohne eigene Familie und Kinder, reicht eine kleinere Wohnung für den Eigenbedarf zunächst völlig aus. Diese Einstellung der Polen, möglichst früh eine Sachwertinvestition zu tätigen, hat dazu geführt, dass die Wohneigentumsquote um ca. 30 Prozentpunkte höher liegt als in Deutschland (Stand 2016, de.statista.com).

Der Durchschnittspreis für alle sechs polnischen Großstädte zusammen beträgt ca. 1.800 EUR je Quadratmeter (Addition aller Durchschnittspreise je Stadt geteilt durch sechs).

Wohnung kaufen in Polen kann im Durchschnitt 3 Mal günstiger als in Deutschland sein

Der durchschnittliche Kaufpreis in den betreffenden sechs deutschen Städten beträgt ca. 5.400 EUR. Bei den polnischen Städten liegt der Mittelwert, wenn man eine Wohnung kauft, bei umgerechnet ca. 1.800 EUR. Das entspricht einem Faktor von 3 bzw. einem Unterschied in den Preisen der Immobilien von bis zu 3.600 EUR je Quadratmeter.

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Informationen zu Immobilien Breslau

Bild: trabantos/Shutterstock.com

05.11.2018 – 18:40 Uhr, geschrieben von David Lis

Ein Penthouse mit Panoramablick auf über 100 Meter Höhe? Ein Apartment im Herzen von Breslau mit Blick auf den historischen Altmarkt? Oder ein gut gelegenes Grundstück mit Wertsteigerungspotenzial? In der viertgrößten Stadt Polens finden Anleger für jeden Anspruch die zugeschnittene Immobilie.

Architektur in Breslau: Zeitreise in die Vergangenheit von Gotik bis Jugendstil

Breslau ist eine der schönsten und faszinierendsten Städte Osteuropas. Die Kulturhauptstadt 2016 trägt den Ruf, eine der dynamischsten Großstädte Polens. In Zentrum Breslaus trifft man auf bunte Patrizierhäuser und historische Baudenkmäler, die in den letzten Jahren sorgsam restauriert wurden. Selbstverständlich gibt es wie in jeder größeren polnischen Stadt auch teils verwitterte Fassaden, die einen neuen Anstrich nötig haben. Aber das noch aus deutscher Zeit erhaltene schlesische Erbe versprüht einen gewissen Charme. Der Immobilienmarkt in Breslau weist seit vielen Jahren eine hohe Dynamik auf. Es entstehen zahlreiche Neubauprojekte für den privaten und gewerblichen Sektor. Dementsprechend zieht es nicht nur Touristen in die Hauptstadt Niederschlesiens, sondern auch zahlreiche in- und ausländische Investoren, die in Immobilien Breslau investieren.

Zahlen und Fakten zum Markt und Immobilien in Breslau

Laut den offiziellen Meldungen gab es 2017 in Breslau insgesamt 319.854 Wohnimmobilien. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg von 2,8 %. Alleine auf dem Wohnungsmarkt wurden schätzungsweise ca. 9.000 Transaktionen mit einem Volumen von 2,7 Mrd. PLN (ca. 675 Mio. EUR) registriert. Insgesamt wurden im selben Jahr 13.828 Baugenehmigungen im Wohnbereich erteilt. Zur freien Verwendung wurden 8.844 Wohnungen übergeben (+4,2 % gegenüber 2016). Marktuntersuchungen ergeben, dass 58 % der Wohnimmobilien in Breslau eine Wohnfläche zwischen 40 und 60 m² und zwei Zimmer besitzen. Das Interesse ausländischer Immobilienkäufer ist in den letzten Jahren angestiegen. Während im Jahr 2015 noch 276 Wohnimmobilien durch ausländische Käufer erworben wurden, waren es in den Jahren 2016 und 2017 jeweils über 478 registrierte Transaktionen. Ungefähr 26 % der angebotenen Wohnimmobilien befinden sich in Gebäuden mit einem Baujahr vor 1945. Historisch geprägte Altbauten sind in Polen besonders im Stadtkern aufzufinden. In den letzten Jahren wurden sehr viele dieser Altbauten restauriert. Die Stadt fördert teilweise die Restaurierung von Altbauten. [1], [2]

Mietpreise für Immobilien Breslau – Je kleiner die Wohnung, desto höher die Miete

Die durchschnittlichen Mietpreise in Breslau (Kaltmiete) für Wohnimmobilien liegen zwischen 1.600 und 2.800 PLN (umgerechnet ca. 400–700 EUR). Dabei gilt: Je kleiner die Wohnung oder das Apartment ist, umso höher wird der Mietpreis pro Quadratmeter. Für eine 38-m²-Wohnung liegt der durchschnittliche Mietpreis bei 10,23 EUR/m². Bei einer 60-m²-Wohnung zahlen Mieter im Durchschnitt 8,35 EUR/m² Miete. Für eine 90-m²-Wohnung liegt der durchschnittliche Mietpreis bei 7,35 EUR/m² (Stand 10/2018, 1 EUR = 4,25 PLN). [3]

Mit steigender Wohnfläche nimmt in der Regel der Mietpreis pro Quadratmeter in Breslau ab. Hintergrund ist, dass der Immobilienmarkt in der beliebten Studentenstadt besonders von kleineren 1 bis 3 Zimmer-Wohnungen dominiert wird. Kleinere und mittelgroße Wohnungen bis 60 m² werden besonders nachgefragt. Mit steigender Wohnfläche fällt aber nicht nur der Mietpreis, sondern auch der Kaufpreis für Immobilien in Breslau (siehe Beitrag Immobilienpreise Polen: Preisvergleich deutsche und polnische Großstadtimmobilien).

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Quellen: 

[1] Narodowy Bank Polski (Nationalbank Polen)

[2] Urzad Statystyczny Wroclaw (Statistikamt Breslau)

[3] Bankier.pl

Statistik: Immer mehr Ausländer wollen Immobilien in Polen kaufen

Bild: Aris Suwanmalee/Shutterstock.com

17.09.2018 – 09:09 Uhr, geschrieben von David Lis

Polen ist nicht nur bei ausländischen Touristen ein beliebtes Urlaubsziel. Mittlerweile investieren Ausländer aus aller Welt in polnische Immobilien. Alleine im Jahr 2017 haben private und juristische Personen aus 103 unterschiedlichen Ländern Wohnimmobilien erworben. Ob ein Apartment in Warschau oder Breslau, eine Immobilie an der polnischen Ostsee oder ein Ferienhaus in Zakopane – fast überall wird gekauft.

Immobilien in Polen kaufen gerne deutsche Anleger

Seit 2012 steigt die Nachfrage nach polnischen Wohnimmobilien durch Ausländer pro Jahr im Durchschnitt um 11 %*. Alleine im Jahr 2017 sind 300.000 m² Wohnfläche in den Besitz ausländischer Immobilienkäufer gelangen (+3,3 % ggü. Vorjahr). Zu den stärksten Käufergruppen gehören Ukrainer, Deutsche und Briten. Die deutschen Käufer dominierten, was den Erwerb polnischer Wohnimmobilien anbelangt, bis sie im Jahr 2016 von der Ukraine erstmalig vom Thron gestoßen wurden. Das ist vor allem durch die starke Migration begründet, da viele Einwanderer aus der Ukraine eine Wohnung oder ein Haus in Polen kaufen. Die deutschen Käufer haben als zweitstärkste Kaufkraft im Jahr 2017 insgesamt knapp über 40.000 m² Wohnfläche erworben. Auch die Nachbarländer Österreich und Schweiz haben in polnische Immobilien investiert. Beide Länder kommen zusammen auf eine Wohnfläche von 9.900 m².

Wo investieren ausländische Immobilienkäufer?

Immobilien in Polen sind für viele Anleger eine solide Geldanlage geworden. Bei den ausländischen Immobilienkäufern sind vor allem Großstadtimmobilien und Immobilien entlang der polnischen Ostsee Magneten als Kapitalanlage. Wie im Jahr zuvor wurden auch 2017 die häufigsten Immobilientransaktionen in Warschau, Krakau und Breslau registriert. Alle drei Städte verzeichnen zusammen ca. 80 % aller registrierten Transaktionen bei Wohnimmobilien. Andere Großstädte wie Lodz (+23,2 %) oder Posen (+5,6 %) verzeichneten ebenso im Jahr 2017 einen erkennbaren Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Immobilien entlang der polnischen Ostsee sind besonders in den Regionen Danzig (Dreistadt), Stettin und Swinemünde sehr beliebt. Viele Anleger investieren dort in eine klassische Ferienwohnung für die Sommermonate – sei es zur Vermietung oder für den Eigenbedarf.

Immobilien in Polen: Erwerb von Wohnimmobilien durch Ausländer aufgeteilt nach Ländern in 2017
RangLandKauf in m²
1Ukraine71.264 m²
2Deutschland40.179 m²
3Großbritanien17.398 m²
4Frankreich15.381 m²
5Weißrussland13.469 m²
6Italien11.602 m²
7Luxemburg10.318 m²
8Russland9.417 m²
9Schweden9.346 m²
10China8.480 m²
Quelle: MSWiA (eigene Darstellung)
Immobilien in Polen: Erwerb von Gewerberäumlichkeiten durch Ausländer aufgeteilt nach Ländern in 2017
RangLandKauf in m²
1Zypern147.564 m²
2Luxemburg90.171 m²
3Niederlande79.501 m²
4Frankreich33.122 m²
5Spanien21.520 m²
6Israel11.046 m²
7Ukraine10.614 m²
8Malta8.496 m²
9Deutschland7.910 m²
10Italien7.652 m²
Quelle: MSWiA (eigene Darstellung)

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*bezogen auf die Anzahl der Immobilientransaktionen

Quelle: MSWiA (Ministerium für Inneres und Verwaltung)

Statistik: Deutsche kaufen gerne Grundstücke in Polen

Bild: Sigur/Shutterstock.com

15.08.2018 – 16:45 Uhr, geschrieben von David Lis

Grundstücke in Polen sind bei ausländischen Käufern gefragt. Sowohl private als auch gewerbliche Personen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union kaufen in Polen landwirtschaftliche, Wald- und Baugrundstücke. Polnische Notare beurkundeten im Jahr 2017 insgesamt 5.464 Transaktionen über Grundstückserwerbe durch Ausländer.

In welchen Regionen kaufen Ausländer Grundstücke in Polen?

Im Jahr 2017 sind 4.483,47 ha polnisches Land an ausländische Käufer übergegangen. Das polnische Ministerium für Inneres und Verwaltung registrierte insgesamt 5.464 Immobilientransaktionen über Grundstückserwerbe. Von der erworbenen Gesamtfläche sind 23,8 % (1.070 ha) auf Waldfläche und landwirtschaftliche Grundstücke zurückzuführen.

Seit 2013 steigt jährlich im Durchschnitt die Nachfrage nach polnischen Grundstücken um 10,5 %. Gemessen an der Fläche wurden die meisten Grundstücke durch Ausländer in den Woiwodschaften Masowien (772 ha), Pommern (551 ha), Niederschlesien (412 ha) und Großpolen (391 ha) erworben. Besonders ausländische Käufer aus den EU-Mitgliedsstaaten dominierten in 2017 gemessen an der Fläche zusammen 95,1 %. Grundstücke in Polen werden entweder durch privat- oder juristische Personen erworben. Während beim Erwerb von Wohnimmobilien die Ukraine die Nase vorn haben, sind es bei Kauf von Grundstücken in Polen die Deutschen (siehe Beitrag Ausländer kaufen immer mehr polnische Wohnimmobilien)

Die deutschen Käufer dominieren zwar bezogen auf die gesamt erworbene Fläche im Ländervergleich, hängen aber hinter den Niederlande wenn es um den Erwerb von Grundstücken in Polen durch juristische Personen geht. Im Vergleich zum Vorjahr (2016) stieg die Nachfrage aus Deutschland nach polnischen Grundstücken um 35,1%. Österreich und die Schweiz kommen zusammen auf 618 ha erworbene Fläche in Polen.

Ausländer, die Grundstücke in Polen erworben haben (2017)
Nr.Landdurch Privatpersondurch jur. PersonGesamt
1Deutschland548 ha644 ha1.192 ha
2Niederlande101 ha807 ha908 ha
3Österreich417 ha150 ha567 ha
4Luxemburg0,6 ha320 ha321 ha
5Belgien117 ha95 ha212 ha
6Tschechien10 ha151 ha161 ha
7Zypern1 ha138 ha139 ha
8Großbritannien36 ha82 ha119 ha
9Dänemark2 ha95 ha97 ha
10Frankreich14 ha81 ha95 ha
Quelle: MSWiA (eigene Darstellung)

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Quelle: Ministra Spraw Wewnetrznych i Administracji ( Ministerium für Inneres und Verwaltung)

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