Investieren in polnische Immobilien


Einführung: Kennen Sie Ihren individuellen Kaufkraftverlust?

Die Zeiten, in denen Bankkunden auf ihr Sparkonto eine spürbare Verzinsung erhielten, sind vorbei. Die andauernde Nullzinspolitik der EZB (Europäische Zentralbank) kostet die deutschen Sparer jährlich mehr als 400 Milliarden EUR (Quelle: 2017, Zeit.de/DZ-Bank). Für den Vermögensaufbau oder für eine Geldanlage ist das fatal. Hinzu kommt, dass einige Banken Sparer zusätzlich mit Strafzinsen belasten. Anstatt Vermögen aufzubauen, macht der Sparer also heute mit seinem Sparkonto unter Umständen Verluste.

Der Begriff der Inflation wird aktuell auch in Deutschland wieder relevant. Konkret bedeutet dies: Was ein Kunde heute für 100 EUR im Supermarkt einkaufen kann, wird er in 5 Jahren sehr wahrscheinlich nicht mehr für den gleichen Betrag in seinen Warenkorb legen können.

Bei größeren Geldsummen kann sich die Null- oder Strafzinspolitik bereits kurz- bis mittelfristig bemerkbar machen. Ein Geldvermögen von beispielsweise 250.000 EUR, von 2013 bis einschließlich 2017 auf einem Sparkonto angelegt, reduziert sich unter Berücksichtigung der deutschen Inflationsraten bereits nach wenigen Jahren um -4,76%. In Zahlen ausgedrückt beträgt der Kaufkraftverlust in diesem Fall fast 12.000 EUR (Quelle: finanzen-rechner.net). Das entspricht etwa dem Preis eines kleinen Gebrauchtwagens. Der Kaufkraftverlust bezeichnet den Wertverlust Ihres Geldes.

Schild Inflation
Kaufkraftverlust wird unterschätzt. Der Fluch der Inflation.
(Bild:Michael Wick/Shutterstock.com)

Polnische Wirtschaft – ein Magnet für viele Investoren

Polen hat in den letzten Jahren wirtschaftlich eine beachtliche Erfolgsstory erlebt, die den meisten Menschen im Nachbarland Deutschland gar nicht bekannt ist. Namhafte Großkonzerne aus den USA, Asien und Europa haben sich von den attraktiven Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten in Polen überzeugen lassen. Ein Land, an dem sogar die globale Wirtschaftskrise (2008/2009) weitestgehend vorüberzog, steht für eine beachtliche wirtschaftliche Resistenz in schlechten Zeiten. Die gute Wirtschaftsentwicklung spiegelt sich auch auf dem polnischen Arbeitsmarkt und in der Bevölkerung wider. In Polen hat sich eine wohlhabende Mittelschicht gebildet. Neben Tschechien und Deutschland gehört Polen zu den Top-Ländern der Europäischen Union mit der niedrigsten Arbeitslosenquote (Stand 08-2018; Quelle statista.de).

Das Wirtschaftswachstum Polens lag im Jahr 2017 auf einem hohen Niveau von 4,7%. Das entsprach fast dem doppelten EU-Durchschnittswert von 2,4% aller 19 EU-Länder. Für das Jahr 2018 wird zwar ein leichter Rückgang auf 4,4% erwartet, allerdings liegt das Wirtschaftswachstum damit prozentual gesehen noch immer weit über dem EU-Durchschnitt von gerade einmal 2,1%. Auch bei einer Langzeitbetrachtung des Wirtschaftswachstums (2010-2018*) gehört Polen zu den führenden EU-Ländern und befindet sich mit durchschnittlich 3,4% auf dem vierten Platz (Quelle: Wirtschaftskammer Österreich/Weltbank; IMF – WEO, Herbst 2018; IMF – IFS / EU-Kommission).

*2018 = Planjahr

In unterschiedlichen internationalen Wirtschaftsartikeln und Veröffentlichungen wird die polnische Wirtschaft seit Jahren immer wieder lobend hervorgehoben. Hier einige Auszüge und Beispiele:

  • „Polnische Wirtschaft entwickelt sich ununterbrochen seit 26 Jahren – ein Rekord unter den EU-Ländern“ (Quelle: Deloitte, Investitionen in Polen. Ein unausgeschöpftes Potenzial. Erfahrungen deutscher Investoren 13.07.2017).
  • FTSE Russel reklassifizierte Polen in 2017 von einer „aufstrebenden Wirtschaft“ zu einem „entwickelten Land“. Polen ist das erste Land in Osteuropa, das diesen Status erreicht hat (Quelle: etfstrategy.com).
  • Das in den USA ansässige Nachrichtenmagazin U.S. News and World Report hat unter Beachtung einer Studie der World Bank Group die in 2018 für Investitionen attraktivsten Länder identifiziert. Polen belegte dabei den 3. Platz. Die Beurteilungskriterien waren unter anderem Steuervorteile, Dynamik, Humankapital, Korruption, Wirtschaftsstabilität und Innovation (Quelle: businessinsider.com, 05.03.2018).
  • 6.230 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung sind in Polen tätig (Stand 2013, Quelle: AHK/KPMG). Laut einer Befragung würden sich 94,5% der deutschen Investoren mit Blick auf das Investitionsklima in Polen erneut für ein Engagement in Polen entscheiden (Quelle: IHK Bayreuth/AHK/Finanzgroup Europaservice).
  • Laut fDi Markets (Tochter der Financial Times Group) war Polen im Jahr 2017 neben Großbritannien und Russland einer der Investitionsmagneten in Europa (Quelle: fDi Markets/Germany Trade and Invest, 20.06.2018). Ausländische Investoren haben in 2017 in Polen Projekte im Wert von 14,8 Mrd. USD angestoßen (+49% gegenüber 2016) (Quelle: RP.pl 02.05.2018/fDi Intelligence Global greenfield investment trends).
  • Polen ist „ein Magnet für Investoren“ und „[…] eine der am stärksten wachsenden Volkswirtschaften innerhalb der Europäischen Union.“ (Quelle: Pressebericht, Die Welt, 11.03.2017.)
Wirtschaft Polen Magnet für Investoren
Die Wirtschaft Polens, ein Magnet für ausländische Investoren.
(Bild:Uranium/Shutterstock.com)

Investieren in polnische Immobilien

Städte wie Warschau, Breslau oder Krakau sind zentrale Anzugspunkte für Wirtschaft, Bildung, Tourismus und Kultur. Nicht nur das: Einheimische und Ausländer aus der ganzen Welt bevorzugen diese Metropolen als Lebensmittelpunkt. Hier wird gearbeitet, gewohnt oder studiert. Durch die positive Entwicklung der Wirtschaft in Polen hat sich zunehmend eine wohlhabende Mittelschicht gebildet, deren Wohnansprüche zunehmend steigen. Die Polen tendieren dazu, das Investieren in polnische Immobilien dem Investment in Finanzprodukte zu bevorzugen (Quelle: NBP, REAS i SARFiN, 2017). Diese und andere Einflussfaktoren wirken sich positiv auf das Investieren in polnische Immobilien aus. Polnische Medien berichten immer wieder von neuen Rekorden in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Der Immobilienmarkt wächst in Polen und weist im internationalen Vergleich ein nicht ausgeschöpftes Potenzial für Anleger auf. Damit lohnt sich das Investieren in polnische Immobilien.

Laufend werden historische Altbauten in größeren Städten wie Posen, Breslau oder Krakau aufwendig restauriert. Die Infrastruktur wird ständig weiter ausgebaut und Wolkenkratzer wachsen in die Höhe. In Warschau entsteht beispielsweise aktuell das höchste Gebäude (310 m) auf EU-Gebiet. Die Ballungsräume dehnen sich immer weiter aus und wo heute ein leeres Grundstück zum Verkauf steht, kann bereits in wenigen Jahren ein neuer Gewerbepark oder eine komplette Neubausiedlung entstehen. Als Kapitalanlage mit Wertsteigerungsabsichten eignen sich daher neben dem Investieren in polnische Immobilien auch gut gelegene Grundstücke in Polen.

Die Bücher der Bauunternehmer verzeichnen immer wieder neue Rekorde. Es ist keine Seltenheit, dass zum Beispiel zahlreiche Wohnungen in Neubauten bereits lange vor Fertigstellung, d. h. noch in der Bauphase, verkauft werden.
Auch Großinvestoren aus anderen Ländern haben das Investieren in polnische Immobilien für sich entdeckt. Gewerbliche Immobilien wie z. B. Shopping-Malls, Bürogebäude oder Hotels befinden sich nicht selten unter anderem auch in deutscher Hand.

Laut polnischem Statistikamt GUS haben im Rekordjahr 2017 ca. 18,3 Mio. ausländische Touristen Polen besucht. Wenn man die Zahl der inländischen Reisenden zusätzlich berücksichtigt, wären es deutlich mehr. (Die Polen sind dafür bekannt, Urlaub im eigenen Land zu machen.) Manche Städte und beliebte Urlaubsregionen wie die polnische Ostsee oder die Hohe Tatra wirken wie Magnete auf Besucher. Der Tourismus hat insgesamt einen positiven Nebeneffekt, wenn es um das Investieren in polnische Immobilien geht. Im Sommer verbringen Tausende in- und ausländische Besucher ihren Urlaub in Städten wie Swinemünde, Kolberg oder im Raum Danzig. Auch Zakopane in der Hohen Tatra ist ein beliebter Urlaubsort, der zu jeder Jahreszeit besucht wird. Beim Städtevergleich dominieren Warschau, Krakau und Breslau auf der Beliebtheitsskala. Sowohl inländische als auch ausländische Immobilieninvestoren haben das Potenzial bereits erkannt und profitieren beim Investieren in polnische Immobilien von Wertsteigerungen und Vermietungen.

In Polen gibt es beim Kauf von Bestandsimmobilien anstatt der Grunderwerbssteuer eine sog. „Steuer auf zivilrechtliche Handlungen“ von gerade einmal 2% des Kaufpreises. (Zum Vergleich: in vielen deutschen Bundesländern beträgt die Grunderwerbssteuer bis zu 6,5%). Bei Neubauimmobilien bzw. Neubau-Projekten entfällt diese sogar. Beim Investieren in polnische Immobilien sind auch die Kosten für Notar und Grundbucheintrag in Polen grundsätzlich günstiger.

Sowohl polnische Grundstücke als auch Wohnungen, Apartments oder Häuser sind bei ausländischen Käufern sehr beliebt. Allein im Jahr 2017 haben private und juristische Personen aus 103 unterschiedlichen Ländern polnische Wohnimmobilien erworben. Seit 2012 steigt die Nachfrage nach dem Investieren in polnische Immobilien durch ausländische Käufer pro Jahr im Durchschnitt um 11% (bezogen auf die Anzahl der Immobilientransaktionen). Die Nachfrage nach Grundstücken in Polen durch ausländische Käufer steigt seit 2013 durchschnittlich pro Jahr um +10,5%. Besonders in Deutschland besteht ein großes Interesse an polnischen Grundstücken. Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Blog.

Quelle: MSWiA

In Polen entstehen neue Immobilien
Ein typisches Bild in vielen Großstädten wie Warschau, Breslau oder Posen: Fast überall wird gebaut.
(Pand P Studio/Shutterstock.com)

Investitionsmöglichkeiten – Immobilien in Polen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zum Investieren in polnische Immobilien. Polnische Einheimische investieren bereits kräftig in ihre Immobilienwirtschaft – sei es privat oder gewerblich.

Eine kurze Übersicht über die grundlegenden Investitionsmöglichkeiten in polnische Immobilien:

Schlüsselfertige, moderne oder gehobene Wohnimmobilien (Haus, Wohnung, Apartment usw.) in guter Wohnlage. Kaufgründe sind zum Beispiel ein neuer Wohnsitz in Polen, ein Zweitwohnsitz oder regelmäßiger Urlaub in Polen.

Besonders geeignet für Anleger mit langfristigen Wertsteigerungsabsichten.

  • Anleger, die mehrmals im Jahr nach Polen reisen und zu jeder Zeit über einen eigenen Rückzugsort (Ferienwohnung, Ferienhaus) verfügen möchten
  • Menschen, die nach Polen auswandern möchten (Hauptsitzverlagerung)
  • Anleger, die während eines längeren Aufenthalts in Polen (Job, Studium usw.) Eigentum anstatt teurer Mieten bevorzugen

Anleger, die sich selbst mehrmals im Jahr in Polen aufhalten, jedoch zusätzlich regelmäßig vermieten

Besonders gut geeignet für Anleger, die zum Beispiel neben gelegentlichen Privatreisen nach Polen zusätzlich passives Einkommen generieren möchten. Dem Eigentümer steht für den Eigenbedarf (z. B. Privaturlaub) ein beschränkter Zeitraum pro Jahr zur Verfügung. Während der übrigen Zeit wird an Gäste/Touristen vermietet.

Als Standorte für diese Art Immobilien sind touristisch stark frequentierte Städte zu empfehlen.

Diese Option ist ausschließlich für renditeorientierte Investoren (privat oder gewerblicher Natur) geeignet, die nach dem Investieren in polnische Immobilien die Immobilie nicht selbst beziehen oder nutzen möchten, zum Beispiel Vermietung einer, mehrerer Wohnimmobilien oder -etagen, Zinshäuser, Bürovermietung, Lager, Mikroapartments usw.

Kauf eines unbebauten Grundstücks in einer attraktiven Lage im Zentrum oder in der Umgebung einer Metropole wie Warschau, Breslau, Danzig, Krakau oder Posen. Dieses Investment ist besonders geeignet für Anleger mit langfristigen Wertsteigerungsabsichten. Das Grundstück kann unter Umständen bis zum Verkauf mehrere Jahre als kostenpflichtiger Parkplatz verwendet werden (Generierung von Mieteinnahmen).

In Polen werden zunehmend Altbauten restauriert und anschließend vermietet oder verkauft. Teilweise wird die Restaurierung von denkmalgeschützten historischen Altbauten in Stadtzentren (A- oder B-Lage) durch die Stadt finanziell gefördert. Besonders geeignet für renditeorientierte Investoren mit anschließenden Vermietungs- oder Verkaufsabsichten.

Immer mehr Altbauten werden in Polen restauriert.
(Bild:aaabbbccc/Shutterstock.com)